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Meldungen

Durchbruch bei den TarifverhandlungenMeldungen

5,75 Prozent Tariferhöhungen und kürzere Arbeitszeiten

Ein Erfolg, der sich sehen lassen kann!

Berlin 03.03.2016

Nach drei harten Verhandlungsrunden konnte gestern der neue Tarifvertrag für auf Produktionsdauer beschäftigte Film- und Fernsehschaffenden auch im Sinne des Bundesverbandes Filmschnitt Editor e.V. erfolgreich abgeschlossen werden. Die Tarifgagen erhöhen sich ab April 2016 um 30 Euro pro Woche, ab Januar 2017 erfolgt eine weitere Anhebung um drei Prozent. Im Gesamtvolumen sind das 5,75 Prozent Tarifsteigerung.

„Das Ergebnis dieser Tarifverhandlungen ist ein wichtiger Schritt in Richtung besserer Arbeitsbedingungen“, so Silke Spahr und Babette Rosenbaum, die gemeinsam für den Bundesverband Filmschnitt Editor e.V. an den Verhandlungen mit der Produzentenallianz teilgenommen haben. Die Erhöhung der Wochengagen um 5,75 Prozent ist ein sehr gutes Arbeitsergebnis, auch wenn immer wieder betont werden sollte, dass es sich hier um die Erhöhung der Mindestgagen handelt.

Den belastend langen Arbeitszeiten am Filmset konnte ebenfalls spürbar entgegengewirkt werden: bei Kinoproduktionen dürfen künftig nur noch an 60 Prozent der Drehtage 13 statt zwölf Stunden gearbeitet werden, für bestimmte TV-Formate gilt dies für nur noch 20 bzw. 10 Prozent der Drehtage.

Für den Manteltarifvertrag bemühen sich die Tarifparteien Produzentenallianz und ver.di um eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung, nach der das Regelwerk auch für nicht tarifgebundene Filmproduktionen gelten würde.

„Die meisten Filmproduktionen erhalten Förderungen oder werden im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks produziert. Tarifdumping von Filmproduktionen, die mit Fördergeldern aus Steuern oder Geldern der Bürger aus dem Rundfunkbeitrag ermöglicht werden, ist nicht akzeptabel“, so Matthias von Fintel, ver.di Verhandlungsführer.

Das Tarifergebnis steht noch bis Ende März 2016 unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Tarifkommission. Die neuen Regelungen können dann ab April 2016 in Kraft treten.

Berlin, den 2. März 2016