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Aller Anfang ist schwer – Ende gut, alles gut?

Tagesseminar zur dramaturgischen Kraft von Filmanfängen und -Enden 31. Jan. in Hamburg

30.10.2014

Während beim Fernsehfilm die ersten 10 Minuten die wichtigsten sind, die die ZuschauerInnen bei der Stange halten müssen, zählen beim Kinofilm vor allem die letzten 10 Minuten: Erst ein begeistert aus dem Kino kommendes Publikum sorgt für die nötige Mund-zu-Mund-Propaganda und damit ein erfolgreiches Box Office. In Hollywood gibt es eigens Berater und Autoren, die darauf spezialisiert sind, Filmanfänge und -enden zu überarbeiten. Oft entscheiden auch hierzulande Testscreenings oder erste Reaktionen bei Filmfestivals über Veränderungen des Endes, ggf. samt Nachdrehs.

Umso wichtiger ist es, in Drehbuchentwicklung und spätestens dem Montageprozess die dramaturgische Kraft eines gelungenen Anfangs und eines unvergesslichen Endes zu nutzen und an diesen neuralgischen Punkten in möglichst verdichteter Form Visualität, Genre, Erzähltonalität und -perspektive und Figurgestaltung zu bündeln. In diesen beiden dramaturgischen “Keimzellen” sollte jeweils die Essenz des ganzen Films enthalten sein.
Oft findet man im Schneideprozess Möglichkeiten, gerade durch Veränderung der Chronologie am Anfang des Filmes einen neuen Sog zu erzeugen oder eine neue Verbindung auch zum Ende der Geschichte herzustellen.

Bei Dokumentarfilmen ist die Montage in ihrer dramaturgischen Akzentsetzung noch freier – aber wie findet man den optimalen Einstieg, das ideale Schlussbild?

 

Welche Auswirkungen es hat, ob “in medias res” oder mit einem Prolog begonnen wird, worin die Kraft der letzten Einstellung liegt und wann welche dramaturgische Klammer sinnvoll verwendet wird, ist ebenso Teil des Seminars wie die besondere Funktion von Anfang und Ende im achronologischen Erzählen und den besonderen Enden bei “unzuverlässig erzählten” Filmen.?

 

Zentraler Inhalt ist - neben einer möglichst anschaulichen theoretischen Einführung - vor allem das gemeinsame "sehen lernen", d.h. anhand markanter Filmanfänge und -enden Besonderheiten herauszufiltern, Strukturen zu erkennen, Key Visuals zu erspüren, Figureneinführungen zu vergleichen, geweckte Zuschauererwartungen bzgl. Tonalität und Genre auf ihre Einhaltung hin zu überprüfen, entstehende Bindungen und Besonderheiten des Storytellings zu erkennen.?Auch werden verschiedene Anfänge verglichen – mal anhand einer vorherigen Drehbuchfassung, mal voneinander abweichende Schnittfassungen.

 

Kyra Scheurer lebt und arbeitet in Berlin und Köln als freie Dramaturgin, Publizistin und künstlerische Leiterin des Schnitt-Festivals "Filmplus". Nach dem Studium der Kommunikationswissenschaft (M.A.) absolvierte sie eine Ausbildung zum Script Consultant. Seit 1997 Arbeit als freie Lektorin von Drehbüchern und Adaptionsvorlagen, seit 2002 vorrangig als Filmdramaturgin tätig: Vom Lektorat über Einzelberatung bis zu dramaturgischer Projektbegleitung und Schnitt-Beratung bietet sie verschiedene Formen dramaturgischer Beratung an. Seit Februar 2007 Mitglied im Vorstand von VeDRA, dem Verband für Film- und Fernsehdramaturgie.

 

 

Wann?

HAMBURG: Sa 31. Januar 2015, von 10-17 Uhr

 

Wo?

Akademie für Publizistik
in Hamburg e.V.
Warburgstraße 8 – 10
20354 Hamburg
Telefon: +49 40 41 47 96 – 0
Telefax: +49 40 41 47 96 – 90
E-Mail: info(at)akademie-fuer-publizistik.de

 

Wer?

FilmeditorInnen, SchnittassistentInnen und andere Interessierte. Die Teilnehmerzahl ist auf 16 Personen begrenzt.

 

Wieviel?

BFS-Mitglieder 40,- €, Studenten 45,- €, Nichtmitglieder 65,- €

 

Anmeldung unter:

schlauerwerden(at)bfs-filmeditor.de

Bitte unbedingt den Ort (Hamburg) angeben!!!