TELEFON 030 - 23 63 38 66 Mitglied werden intern
Bitte BFS-Benutzernamen und Passwort eigeben:
Volltext-Suche in der Website English

 

Termine des BFS

Save The Date +++++ Dramaturgie-Seminar in MünchenTermine des BFS

Filmanfänge/Filmenden - Dramaturgisches Potenzial erkennen und nutzen

München 04.10.2018

 

Kyra Scheurer, Dramaturgin und künstlerische Leiterin von Filmplus, dem Kölner Festival für Filmschnitt und Montagekunst, bietet in München ihr Dramaturgie-Seminar „Aller Anfang ist schwer“ an.

2 Tage lang wird sie sich in München intensiv mit den dramaturgischen Feinheiten von Filmanfang und -ende beschäftigen.

Kyra: Während im TV die ersten 5 Minuten die wichtigsten sind, die die Zuschauer*innen bei der Stange halten müssen, zählen beim Kinofilm vor allem die letzten 5 Minuten: Erst ein begeistert aus dem Kino kommendes Publikum sorgt für die nötige Mund-zu-Mund-Propaganda und damit ein erfolgreiches Box Office. Umso wichtiger ist es, spätestens im Montageprozess die dramaturgische Kraft eines gelungenen Anfangs und eines unvergesslichen Endes zu nutzen und an diesen neuralgischen Punkten in möglichst verdichteter Form Visualität, Genre, Erzähltonalität und -perspektive und Figurgestaltung zu bündeln.

 

In den beiden dramaturgischen “Keimzellen” Anfang / Ende sollte jeweils die Essenz des ganzen Films enthalten sein.

Oft findet man während des Schneidens Möglichkeiten, durch Veränderung der Chronologie am Anfang des Filmes einen neuen Sog zu erzeugen oder eine ungeplante Verbindung zum Ende der Geschichte herzustellen – oder man stößt auf eindrucksvolle Bilder, die sich als Key Visual eignen, die Bindung erzeugen und deren Wirkmacht sich ggf. eignet, den gesamten Film mit Bedeutung aufzuladen.

 

Bei Dokumentarfilmen ist die Montage in ihrer dramaturgischen Akzentsetzung noch freier, der Anfang für das gesamte Storytelling noch zentraler.

 

Aber wie findet man den optimalen Einstieg, das ideale Schlussbild, wie erkennt man Potenziale und nutzt das vorhandene Material optimal?

 

Welche Auswirkungen es hat, ob “in medias res” oder mit einem Prolog begonnen wird, worin die Kraft der letzten Einstellung liegt und wann welche dramaturgische Klammer sinnvoll verwendet wird, ist ebenso Teil des Seminars wie verschiedene Techniken im dokumentarischen Erzählen oder auch besondere Formen von Filmenden, etwa bei “unzuverlässig erzählten” Spielfilmen.

 

Zentraler Inhalt ist - neben einer möglichst anschaulichen theoretischen Einführung - vor allem das gemeinsame "sehen lernen", d.h. anhand markanter Filmanfänge und -enden Besonderheiten herauszufiltern, Strukturen zu erkennen, Key Visuals zu erspüren, Figureneinführungen zu vergleichen, geweckte Zuschauererwartungen bzgl. Tonalität und Genre auf ihre Einhaltung hin zu überprüfen, entstehende Bindungen und Besonderheiten des Storytellings zu erkennen.

 Es werden verschiedene Anfänge und Enden des gleichen Films verglichen, z.B. durch voneinander abweichende Schnittfassungen oder den Vergleich mit der ursprünglich im Drehbuch angelegten Version.

 

Kyra Scheurer lebt und arbeitet in Berlin und Köln als freie Filmdramaturgin und künstlerische Leiterin des Schnitt-Festivals "Filmplus". Nach dem Studium der Kommunikationswissenschaft (M.A.) absolvierte sie eine Ausbildung zum Script Consultant. Vom Lektorat über Einzelberatung bis zu dramaturgischer Projektbegleitung und Montage-Feedback bietet sie verschiedene Formen dramaturgischer Beratung an. Seit Februar 2007 ist Kyra Scheurer Mitglied im Vorstand von VeDRA, dem Verband für Film- und Fernsehdramaturgie, seit 2016 dessen stellvertretende Vorsitzende.

 

Inhaltsliste in Stichpunkten:

 

- Einführung in verschiedene Erzähltechniken von Filmanfängen und -enden (Spiel- und Dokumentarfilme)

- Zuschauerbindung erzeugen

- Storytelling

- Figurenführung

- Von Anfang an Identität vermitteln: Genres im Spielfilm, Erzähltonalitäten im Dokumentarfilm

- Dramaturgische Sonderformen bei Anfängen/Enden (z.B. achronologisches Erzählen, unzuverlässiges Erzählen, dokumentarische Essays)

- Vergleich von Varianten des gleichen Filmanfangs/-endes anhand verschiedener Schnittfassungen bzw. Drehbuch/Film

 

 

DRAMATURGIE FÜR EDITOREN: ALLER ANFANG IST SCHWER

 

WANN

Samstag und Sonntag, den 17. und 18. November 2018

 

WO

Literaturkeller im Stemmerhof, Plinganserstr. 6, 81369 München

 

TEILNAHMEGEBÜHR

BFS-Mitglieder:                EUR 300,00 inkl. Mehrwertsteuer

AG DOK-Mitglieder:       EUR 345,00 inkl. Mehrwertsteuer

NICHT-Mitglieder:           EUR 390,00 inkl. Mehrwertsteuer

 

ANMELDEFRIST

 

Bitte meldet Euch verbindlich bis zum 01. November 2018 unter mail(at)bfs-filmeditor.de an. Eure Anmeldung wird bestätigt, wenn Ihr die Teilnahmegebühr bis zum 01. November 2018 auf das Konto des BFS überwiesen hat:

 

Bankinstitut:      GLS-Bank Bochum

Name:                 BdV Filmschnitt Editor e.V.        

IBAN:                    DE 19 4306 0967 1140 7682 00.

Kostenlose Stornierungen sind leider nicht möglich.

 

Fragen bitte per E-Mail an mail(at)bfs-filmeditor.de

 

+++ SAVE THE DATE +++ „Aller Anfang ist schwer“ 8./9.12.2018 in Hamburg.

Herzliche Grüße

Eure BFS-Geschäftsstelle