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Meldungen

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VERBÄNDE PRO TARIF

VERBÄNDE PRO TARIF auf der Berlinale 2018

Berlin 01.02.2018

 

Der BFS nimmt derzeit an den Tarifverhandlungen ver.dis mit der Produzentenallianz teil. Neben der unmittelbaren Wirkung für auf Lohnsteuer arbeitende EditorInnen wird sich eine Verbesserung des Tarifvertrages auch auf die Honorar- und Arbeitsbedingungen der Rechnungssteller auswirken.

Wir sollten uns daher alle gemeinsam für die Forderungen stark machen, die da lauten:

1. Gagenerhöhung um 6 %, Mindesterhöhung der Wochengage um 50 €, beides ab 2018 p.a.

2. Begrenzung der Höchstarbeitszeit auf 12 Std. Das ist für uns ein Knackpunkt zum Abschluss des Manteltarifvertrages!

3. Zuschläge für Mehrarbeit 25 % (11. und 12.), 100 % (13.), 150 % (14.), 200 % (>14.)

4. Je nach Ausmaß des Zeitkontos ein zusätzlicher Urlaubsanspruch.

5. Aus unserer Sicht ist eine komplette redaktionelle Überarbeitung des TV FFS notwendig. An dem Vertrag wurde schon so viele Jahre rumgebastelt, dass er in großen Teilen überhaupt nicht verständlich und dann auch noch voller Widersprüche ist. Unser Ziel ist es, dass wir ab 2019 einen neuen präzise formulierten, für jedermann verständlichen TV FFS in Kraftsetzen.

 

Ein weiterer für uns sehr wesentlicher Punkt ist der Ausschluss der „Rosinenpickerei“, also die Einhaltung aller Regelungen des Tarifvertrages. Viele Produzenten haben in der  Vergangenheit nur die für sie positiven Punkte in die Arbeitsverträge aufgenommen wie z.B. die längeren Arbeitszeiten und die für uns wichtigen Punkte wie damit zusammenhängende Zuschläge und höhere Gagen ignoriert. Damit soll jetzt Schluss sein.

Die Verhandlungen dieser Punkte gestalten sich nach den ersten zwei Sitzungen mit der Produzentenallianz erwartungsgemäß schwierig, aber im Großen und Ganzen positiv. Weitere Termine sind bis Ende März 2018 angesetzt.

Wir als BFS engagieren uns parallel auch mit anderen Berufsverbänden in der AG “Verbände PRO Tarif”- deren Forderungen im Kern ähnlich, aber weitaus umfangreicher sind als die des ver.di Tarifausschusses. Hier könnt Ihr euch schlau machen: verbaende-pro-tarif.de/tvffs-ueberarb-detail.

Nicht alle diese Forderung betreffen uns als BFSler, aber hier geht es auf lange Sicht um mehr:

um die Solidarität aller TV_und Filmschaffenden und um unser gemeinsames Ziel: die Arbeitsbedingungen der gesamten Branche zu verbessern

Wir sehen diese Initiative, unter dem Motto – mehr Gesundheit, mehr Lebenszeit - als Rückenstärkung und Inspiration für ver.di und werden sie mit Buttons, Bannern und weiteren Pressemitteilungen während der Berlinale intensivieren.

Es liegt in der Natur solcher übergreifender Unternehmungen, dass sie nicht überall auf Gegenliebe stoßen, aber als Filmarbeiter müssen wir unseren Forderungen und Wünschen in Zukunft mit mehr Präsenz Ausdruck verleihen und uns gegenseitig unserer Solidarität versichern.

Nur als große Gemeinschaft werden wir große Dinge bewegen, statt weiterhin bewegt zu werden.