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Berufsverband Kinematografie e.V.

„Wer sofort zahlt, ist blöd“: BVK betrachtet „Boot“-Urteil gespalten

München 27.09.2018

 

Der Berufsverband Kinematografie (BVK) teilt mit, dass er das Urteil des OLG Stuttgart zur Nutzung der ARD-Sender von „Das Boot“ begrüßt. Für einen „der großartigsten Kriegsfilme, die je gedreht wurden“ (Rotten Tomatoes) sprach das Oberlandesgericht dem Kameramann Jost Vacano rund 315.000 Euro zu. Das OLG München hatte Vacano Ende 2017 bereits 588.000 Euro für die Nutzung des WDR zugesprochen, der Sender war aus der jüngsten Verhandlung in Stuttgart ausgenommen.

BVK-Geschäftsführer Michael Neubauer betrachtet einige Aspekte des Urteils aus Stuttgart allerdings auch kritisch. Er bemängelt, dass dem Kameramann kein Zinsanspruch zuerkannt wurde. Das Zeichen sei fatal: „Wer sofort zahlt, ist blöd, weil er sich jahrelangen Zinsgewinn entgehen lässt. Die Urheber haben schwierige Klagewege durchzustehen, wenn sie sich überhaupt trauen, zu klagen.“

In beiden Prozesssträngen zogen die Gerichte den WDR-Tarifvertrag als Vergleichsmaßstab her-an. Gegen das Urteil hat das OLG Revision beim Bundesgerichtshof zugelassen.

Pressemeldung BVK