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Satzung des BFS

1. Name, Sitz, Zweck und Geschäftsjahr des Vereins

 1.1  Der Verein führt den Namen "Bundesverband Filmschnitt Editor e.V."

 1.2  Er hat seinen Sitz in Berlin.

 1.3.  Zweck des Vereins ist,
   a) die Wahrung, Pflege und Förderung der beruflichen und wirtschaftlichen Interessen der in Deutschland tätigen Film- und Soundeditoren ,Schnittassistenten und Nachwuchs, insbesondere die Einrichtung und Förderung aktiver Untergruppierungen in den filmwirtschaftlich wichtigen Standorten;
   b) die Förderung eines solidarischen Umgangs der Mitglieder untereinander;
   c)  die Interessenvertretung der Mitglieder gegenüber den Rundfunk und Fernsehanstalten, der Filmwirtschaft, den Herstellern und Verwertern im Fernseh-, Film- und AV-Bereich im In- und Ausland, den Verwertungsgesellschaften, den Gewerkschaften sowie gegenüber Legislative und Exekutive in Kommunen, Ländern, Bund und Europäischer Gemeinschaft. Dazu gehört auch der Abschluss von gemeinsamen Vergütungsregeln nach § 36 UrhG, von Tarifverträgen sowie sonstigen kollektivvertraglichen Vereinbarungen.
   d)  die Interessensvertretung der Mitglieder auf allen weiteren Gebieten, auch in Form einer Prozessstandschaft oder Verbandsklage sowie in allen Fragen der Medien-, Urheberrechts-, Arbeits- und Sozialpolitik, sowie bei der außergerichtlichen Verfolgung berufsständischer Interessen.

 1.4 Der Verein wird in das Vereinsregister eingetragen.

 1.5 Der Verein kann Mitglied anderer Organisationen werden oder mit diesen zusammenarbeiten.

 1.6 Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 1.7 Wirtschaftliche Geschäftsbetriebe, die dem Zweck des Vereins dienen, dürfen unterhalten werden.

2. Mitgliedschaft

 2.1 Mitglied des Vereins kann jeder in der Bundesrepublik Deutschland tätige Filmeditor, Soundeditor  und Schnittassistent werden. Berufsanfänger können eine Juniormitgliedschaft beantragen, die nähere Ausgestaltung bestimmt der Vorstand. Weiterhin ist die Aufnahme von Ehrenmitgliedern sowie Fördermitgliedern möglich, letztere müssen nicht Editoren und können juristische Personen sein.

 2.2 Die Aufnahme ist schriftlich zu beantragen. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand, gegen dessen Ablehnung binnen eines Monats durch eingeschriebenen Brief die Entscheidung der Mitgliederversammlung angerufen werden kann.

 2.3 Die Mitglieder sind aufgerufen, den Zweck und die Bestrebungen des Vereins durch Mitarbeit und Informationserteilung an den Vorstand zu fördern. Die Mitglieder verpflichten sich untereinander, die schutzwürdigen Interessen des Vereins und seiner Mitglieder zu wahren. Insbesondere aus Gründen der Solidarität sollte jedes Mitglied bei Übernahme einer von einem/er anderen Editor/in bereits begonnenen Schnittarbeit diese/n Editor/in hierüber immer informieren.

 2.4 Jedes Mitglied hat gleiches Stimmrecht, sowie das Recht, Anträge an den Vorstand und in der  Mitgliederversammlung zu stellen. Fördermitglieder sind hiervon ausgenommen.

 2.6 Die Mitglieder haben regelmäßige Mitgliedsbeiträge zu leisten, über deren Höhe der Vorstand entscheidet, bei einer Erhöhung von mehr als 10% entscheidet die Mitgliederversammlung. Die Mitgliedsbeiträge dienen zur Deckung von Kosten, die im Zusammenhang mit der Verfolgung der Ziele des Vereins entstehen. Näheres wird in der Beitragsordnung gesondert geregelt.

 2.7 Die Ehrenmitgliedschaft kann auf Vorschlag des Vorstandes durch die Mitgliederversammlung verliehen werden. Die Ehrenmitglieder haben alle Rechte der ordentlichen Mitglieder.
 
3. Erlöschen der Mitgliedschaft

 3.1 Die Mitgliedschaft endet:
   a) durch Austrittserklärung in schriftlicher Form gegenüber dem Verein mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten.
   b) im Todesfall;
   c) mittels Ausschluss, der erfolgen kann, wenn ein Mitglied dem Ansehen oder den Zwecken des Vereins gröblich zuwiderhandelt oder mit Beiträgen in Rückstand ist und trotz Mahnung mit Ausschlussandrohung keine Zahlung vornimmt, näheres hierzu regelt die Beitragsordnung. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand.

 3.2 Mit Ausscheiden aus dem Verein erlöschen alle etwaigen Ansprüche des ehemaligen Mitglieds, die sich aus der Mitgliedschaft ergeben, dem Verein gegenüber.
 siehe 2.7

4. Organe des Vereins   
    
 4.1  Die Organe des Vereins sind:
   a) der Vorstand.
   b) die Mitgliederversammlung

 4.2 Durch Beschluß der Mitgliederversammlung können weitere Organe wie lokale Untergruppen sowie ein Beirat gebildet werden.

5. Der Vorstand

 5.1 Der Vorstand besteht aus mindestens drei und höchstens sieben gewählten ordentlichen Vereinsmitgliedern. Die Mitglieder des Vorstandes sollten möglichst aus verschiedenen Filmstandorten stammen und diese angemessen repräsentieren.

 5.2 Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung regelmäßig für zwei Jahre gewählt und bleiben solange im Amt, bis die Mitgliederversammlung neue Mitglieder in den Vorstand gewählt hat. Wiederwahl ist zulässig.

 5.3 Der Vorstand ist für alle Entscheidungen und Maßnahmen zuständig, die nicht der Mitgliederversammlung zugewiesen sind, dies sind insbesondere:
   a)   Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung
   b) Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung;
   c) Buchführung;
   d) Erstellung eines Jahresberichts;
   e) Abschluss und Kündigung von Arbeitsverträgen;
   f) die Vertretung der Mitglieder bei Tarifverhandlungen sowie beim Abschluss von Wahrnehmungsverträgen im Namen der Mitglieder;
   g) Beschlussfassung über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern;
   h)   Verwaltung des Vereinsvermögens.

 5.4 Die ordentlichen Vorstandsitzungen finden in der Regel 3-4 Mal im Jahr statt. Sie werden von den geschäftsführenden Vorständen mindestens vier Wochen, in dringenden Fällen eine Woche, zuvor schriftlich per Telefax oder Email einberufen.

 5.5 Der Vorstand ist bei Anwesenheit der einfachen Mehrheit seiner Mitglieder beschlussfähig. Schriftliche Abstimmungen per Fax oder per Email sind zulässig, wenn alle Vorstandsmitglieder diesem Verfahren zustimmen.. Die Mehrheit der abgegebenen Stimmen entscheidet; bei Stimmengleichheit entscheiden die Stimmen der geschäftsführenden Vorstände.

 5.6 Der Vorstand bestimmt für die Dauer der Amtsperiode jeweils zwei Mitglieder als geschäftsführende Vorstandsmitglieder, die den Verein gem. § 26 BGB gerichtlich und aussergerichtlich vertreten. Sie sind von den Beschränkungen des § 181BGB befreit. In dringenden Fällen sind die geschäftsführenden Vorstandsmitglieder berechtigt, allein zu entscheiden. Sie sind jedoch verpflichtet, die Angelegenheit der nächsten Vorstandssitzung zur Beschlussfassung vorzulegen.

 5.7 Der Vorstand kann durch Beschluss einzelne seiner Aufgaben auf einen oder mehrere Vorstandmitglieder oder Ausschüsse, denen auch ordentliche Mitglieder angehören können, übertragen.

 5.8 Die Entscheidungen des Vorstandes sind zu protokollieren und den Vorstandsmitgliedern innerhalb 2 Wochen nach Beschlussfassung schriftlich zu übersenden.

 5.9 Der Vorstand kann zur Führung der laufenden Geschäfte und Wahrung der Interessen des Vereins einen Geschäftsführer bestellen.
siehe 5.3f     
                                                                                    
6. Die Mitgliederversammlung

 6.1. Die Mitgliederversammlung ist für folgende Angelegenheiten zuständig:
   - Wahl und Abberufung des Vorstandes
   - Bestellung des Kassenwartes;
   - Entgegennahme des Jahresberichtes des Vorstandes;
   - Entlastung des Vorstandes
   - Verabschiedung der Beitragssatzung sowie Festsetzung des Jahresbeitrages
   - Beschlussfassung über Änderung der Satzung und Auflösung des Vereins.
   -    Die Mitgliederversammlung kann Empfehlungen an den Vorstand beschließen.

 6.2  In jedem Jahr findet mindestens eine ordentliche Mitgliederversammlung statt, zu welcher der Vorstand mindestens vier Wochen im Voraus unter Bekanntgabe von Ort, Zeit und Tagesordnung schriftlich einlädt, Die Versendung der Einladung ist auch per Email an die zuletzt vom Mitglied angegebene Email-Adresse möglich.

 6.3  Darüberhinaus sind außerordentliche Mitgliederversammlungen vom Vorstand einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins dieses erfordert oder wenn dies ein Viertel der Mitglieder durch schriftlichen Antrag an den Vorstand verlangen.

 6.4  Jedes Mitglied kann bis spätestens zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich beantragen, daß weitere Angelegenheiten auf die Tagesordnung gesetzt werden. Der Vorstand wird das vorgebrachte Anliegen auf die Tagesordnung setzen. Die Tagesordnung kann im Verlauf der Mitgliederversammlung durch Mehrheitsbeschluss weiterhin ergänzt werden über diese ergänzten Tagesordnungspunkte kann die Mitgliederversammlung Beschlüsse fassen.

 6.5  Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Fünftel der Mitglieder - darunter zwei Vorstandsmitglieder - persönlich anwesend oder ordnungsgemäß vertreten sind.

 6.6  Die Vertretung nicht anwesender Mitglieder durch teilnehmende Mitglieder ist nur aufgrund schriftlicher, unterschriebener Vollmacht möglich, wobei der Nachweis der Unterschrift durch Fax oder elektronisch gescanntes Formular (pdf) ausreicht. Jedes anwesende Mitglied kann bis zu sieben nicht erschienene Mitglieder aufgrund schriftlicher Vollmacht vertreten. Soweit ein Mitglied mehr als sieben Vollmachten erhält, ist es berechtigt, die überzähligen Vollmachten einem anderen anwesenden Mitglied weiterzugeben, ein vom Vollmachtgeber ersatzweise angegebenes Mitglied hat Vorrang. Die Vollmachten sind vor Beginn der Mitgliederversammlung dem Vorstand mittels Vorlage der entsprechenden Schriftstücke zur Registrierung mitzuteilen.

 6.7  Die Mitgliederversammlung wird durch den Versammlungsleiter geleitet, der /die von den anwesenden Vorstandsmitgliedern bestimmt wird. Weiterhin bestimmt der Vorstand den Protokollführer.

 6.8  Die Mitgliederversammlung stimmt durch Handzeichen ab. Auf Antrag von mindestens zehn Mitgliedern ist eine schriftliche und geheime Stimmabgabe durchzuführen. Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen; Stimmenthaltungen oder ungültige Stimmen werden nicht mitgerechnet. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Versammlungsleiter.
                                                  
 6.9  Änderungen der Satzung oder des Vereinszweckes bedürfen der Mehrheit von 2/3 der gültigen Stimmen. Beschlüsse über Satzungsänderungen sind nur zulässig, wenn diese mit der Einladung auf der Tagesordnung bekanntgegeben wurden. Für den Fall, daß eine entsprechende 2/3 Mehrheit nicht erreicht wird, kann eine ausserordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden, die über eine Änderung der Satzung oder des Vereinszweckes mit einfacher Mehrheit der erschienenen bzw. vertretenen Mitglieder entscheiden kann, worauf in der Einladung entsprechend hinzuweisen ist.

 6.10 Beschlüsse der Mitgliederversammlung können auch durch schriftliche Abstimmung im Zirkularverfahren gefasst werden.Dieses geschieht in der Weise, daß der Gegenstand der Beschlussfassung den Mitgliedern mit der Aufforderung zugeleitet (letzte postalische oder Email-Adresse) wird, innerhalb einer angemessenen Frist dazu Stellung zu nehmen. Die schriftlichen Stimmen müssen binnen einer Frist von vier Wochen nach Absendung beim Vorstand eingegangen sein, die Mehrheit berechnet sich nach den abgegebenen Stimmen. Dieses Verfahren ist nicht bei Beschlüssen über Änderungen der Satzung oder des Vereinszweckes zulässig.

 6.11 Über die in der Mitgliederversammlung gefassten Beschlüsse und die Wahlergebnisse wird ein Protokoll angefertigt, das von dem Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterschreiben und den Mitgliedern in geeigneter Form bekannt zu geben ist.

7. Kassenwart

 7.1  Die Mitgliederversammlung hat jährlich einen Kassenwart zu wählen, der nicht dem Vorstand angehört, von diesem aber vorgeschlagen werden kann. Der Kassenwart hat die Kasse des Vereins, einschließlich der Bücher und Belege einmal im Jahr sachlich und rechnerisch zu prüfen.

 7.2  Der Kassenwart erstattet der ordentlichen Mitgliederversammlung einen Prüfungsbericht und beantragt die Entlastung des Vorstandes.

8. Die Auflösung des Vereins.

 8.1  Die Auflösung des Vereins erfolgt durch Beschluss der Mitgliederversammlung mit mindestens 3/4 der abgegebenen Stimmen bei persönlichem Erscheinen von mehr als der Hälfte der Mitglieder.

 8.2  Bei der Auflösung ist gleichzeitig über die Verwendung des Vereinsvermögens zu beschließen, welches einem dem Zweck des Vereins dienenden Vorhaben zuzuführen ist.

 

Berlin, den 6. Juni 2017

Beitragsordnung des Bundesverbands Filmschnitt e.V.

1. Beitragspflicht
Die Mitglieder des Bundesverbands Filmschnitt Editor e.V. verpflichten sich zur Zahlung eines Mitgliedsbeitrages an den Verein zur Durchführung der satzungsgemäßen Aufgaben. Die Zahlung erfolgt in der Regel in monatlichen Beiträgen, die jeweils zum 15. des laufenden Monats per Lastschrift eingezogen werden. Die Bankeinzugsermächtigung (SEPA-Basis-Lastschriftmandat) wird gleichzeitig mit dem Aufnahmeantrag ausgefüllt und im Original an die Geschäftsstelle geschickt. Jede andere Form der Beitragszahlung (z.B. Jahresbeitrag) muss mit dem Verein abgesprochen werden. Die Prenotification (Vorabankündigung) der SEPA-Basis-Lastschrift erfolgt mindestens 4 Tage vor Erstlastschrift.

2. Beitragshöhe
Die Mitgliedsbeiträge werden als Monatsbeiträge wie folgt festgesetzt:

 

FilmeditorInnen50,- € (bzw. freiwillig erhöhter Beitrag von 60,- € oder mehr*),
auf Antrag 30.- € (ermäßigter Beitrag)
JunioreditorInnen19,- €
AssistentInnen15,- €
SounddesignerInnen30,- €
Senioren5,- € (muss beantragt werden. Voraussetzung ist Rentenbezug und eingeschränkte Tätigkeit)


Ehrenmitgliedern steht die Zahlung eines Mitgliedsbeitrags frei.

(*Die freiwillig erhöhten Beiträge bei Filmeditoren sollten aus verwaltungstechnischen Gründen für eine Mindestzeit von 6 Monaten bezahlt werden.)

 



3. Stundung der Mitgliedsbeiträge
Der Vorstand kann auf Antrag in angemessen Fällen einzelnen Mitgliedern die Beitragspflicht für eine maximale Dauer von 12 Monaten ganz oder teilweise erlassen bzw. stunden. Nach Ablauf der Frist ist hierüber neu zu entscheiden. Bei Stellung des Antrags hat das Mitglied die besonderen Umstände und deren Dauer darzulegen.
Junioreditoren sind von dieser Regelung ausgeschlossen.

4. Folgen der Nichtzahlung

Gebühren aus nicht eingelösten Lastschriften gehen zu Lasten des Mitgliedes.
Bei Zahlungsverzug werden Mahngebühren fällig.

Ein Mitglied kann vom Vorstand aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn eine Zahlung trotz schriftlicher Mahnung nicht erfolgt und in der Mahnung auf den drohenden Ausschluss hingewiesen wurde.