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Der Bundesverband Filmschnitt Editor e.V.

Aufgaben, Ziele und Errungenschaften

Mit weit über 500 Mitgliedern ist der Bundesverband Filmschnitt Editor e.V. (BFS) eine der größten Berufsvereinigungen der Medienbranche. Der BFS wurde 1984 gegründet und vertritt die in Deutschland tätigen Filmeditor*innen und Schnittassistent*innen aus den Bereichen Kino, TV- und Online-Formate, Dokumentation, Show, Musikvideo, Werbung und Industriefilm.

Aufgrund des hohen Gestaltungsspielraums und der eigenschöpferischen Leistung arbeiten Filmeditor*innen programmgestaltend und sind Miturheber*innen des Filmwerks.

Filmeditor*innen (vormals: Cutter, Schnittmeister) gestalten das bei Dreharbeiten entstandene Rohmaterial, wählen Szenen aus, ordnen sie dramaturgisch und rhythmisch wirkungsvoll, fügen Töne, Musiken, Effekte, Grafiken und Animationen hinzu und geben dem Film seine endgültige Form.

 

Aufgaben des BFS

  • Der BFS vertritt die Interessen der Filmeditor*innen gegenüber Rundfunk- und Fernsehanstalten, der Filmwirtschaft, den Förderanstalten, Gewerkschaften sowie Ministerien und gesetzgebenden Körperschaften.
    • Der BFS bringt sich zu vielen wichtigen Gesetzgebungsverfahren ein- vom Arbeitslosengeld über Pflichtversicherung für Selbständige bis zum Urheberrecht.
    • Der BFS gewährleistet die ständige Vertretung der Filmeditor*innen in den Gremien der VG Bild-Kunst und der Künstlersozialkasse.
    • Der BFS vernetzt sich mit anderen Berufsverbänden in der Urheber-Allianz und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Selbständigen Verbände (bagsv).
  • Der BFS verhandelt Vergütungsregeln mit TV-Sendern und Produzent*innen.  
  • Der BFS unterstützt seine Mitglieder an allen wirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen und bürokratischen Fronten. BFS-Mitglieder haben den Verband bei Antragstellungen, Vertragsverhandlungen und rechtlichen Auseinandersetzungen an ihrer Seite.
  • Der BFS berät seine Mitglieder, fördert sie und verhandelt Rahmenverträge.
  • Der BFS hält seinen Mitgliedern so den Rücken frei, damit sie ihren kreativen Beruf besser ausfüllen und entwickeln können.

 

Ziele des BFS

Der Berufsverband hat es sich zum Ziel gemacht, die Position der Filmeditor*innen zu stärken und ihnen als kreative Programmgestalter*innen zu einer größeren Anerkennung in der Medienbranche zu verhelfen. Hierzu gehören:

  • Produktionsbedingungen, die kreative Arbeit möglich machen
  • Angemessene Gagen für die Leistung Filmschnitt und die Übertragung der Nutzungsrechte
  • Beteiligung an den wirtschaftlichen Erfolgen der Produktionen
  • Einbindung von Schnittassistent*innen zum Erhalt des Nachwuchses
  • Angemessene Schnitttage im Bereich Dokumentarfilm
  • Stärkung der urheberrechtlichen Position
  • Durchsetzung der Nennungsverpflichtungen

 

Errungenschaften des BFS

  • Der BFS hat über die Jahre durchgesetzt, dass Filmeditor*innen als Miturheber*innen der Filmwerke anerkannt werden.
  • Der BFS hat die Mitgliedschaft der Editor*innen als Filmurheber*innen neben den Regisseur*innen und Kameraleuten in der VG Bild-Kunst durchgesetzt und setzt sich nun für eine faire Verteilung der Erlöse ein.
  • Der BFS hat erwirkt, dass die Filmeditor*innen eine Beteiligung an den wirtschaftlichen Erfolgen von Kinofilmen und TV-Produktionen erhalten.
  • Der BFS hat eine erste Vergütungsregel mit der Sendergruppe ProSiebenSat1 abgeschlossen und ist parallel in Gesprächen mit der ARD und dem ZDF.
  • Der BFS hat in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales erreicht, dass Filmeditor*innen anerkannte Künstler*innen im Sinne des KSVG sind und derzeit fast ausnahmslos in die KSK aufgenommen werden.
  • Als Mitglieder der Initiative Urheberrecht bringt der BFS die Forderungen der Editor*innen in die deutschen und europäischen Gesetzesvorlagen ein und streitet gemeinsam mit allen Kreativen für ein faires Urheberrecht.

Als Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Selbstständigenverbände hat der BFS ganz wesentlich mitgewirkt, dass die Krankenkassenbeiträge reduziert wurden und derzeit sehr intensiv über eine Vereinfachung des Statusfeststellungsverfahrens nachgedacht wird.