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Filmschau Baden Württemberg

Der BFS auf der setUP media

|   Was gibt's Neues?

Was in Stuttgart nun bereits in die dritte Runde geht, dürfte in der ganzen Republik wohl einmalig sein: unterschiedliche Filmverbände organisieren gemeinsam eine Filmmesse. Im Zusammenschluss brachten AG Dok, BVK, das Autorenforum Baden-Württemberg sowie der Filmverband Südwest im Jahr 2017 in Kooperation mit dem hiesigen Filmbüro eine Fortbildungsveranstaltung auf den Weg, die von den Berufsverbänden selbst mit Inhalten gefüllt wird und bei der sich die Filmschaffenden im Rahmen der Filmschau Baden-Württemberg einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Im vergangenen Jahr beteiligten sich erstmals auch der Bundesverband Filmschnitt Editor e.V. sowie die AG Animationsfilm an dem Fachkongress für die Filmbranche, der sich mit Netzwerktreffen, Podiumsdiskussionen und Seminaren an Medienschaffende wie interessiertes Kinopublikum richtet. Ab 2019 wird auch der Schauspielverband BFFS auf der „setUP media“ mit dabei sein.

Der BFS bereicherte den Fachkongress mit insgesamt drei Veranstaltungen. In der Masterclass "Schnitt im Dokumentarfilm - Die Suche nach der Filmerzählung" referierte Sascha Seidel über Abläufe in der Entstehung von langen, unformatierten Dokumentarfilmen und veranschaulichte dabei anhand von Beispielen die Entwicklungsschritte von der Materialaufbereitung bis hin zum Roh- und Feinschnitt.

In dem technisch orientierten Seminar "Our Tools Shape Our Films - Avid/Premiere/Resolve im Vergleich" zeigten Nina Bärmann, Ronald Scharf und Elmar Weinhold sehr aufschlussreich die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den drei renommierten Schnittsystemen Media Composer, Premiere Pro und DaVinci Resolve. Dabei gaben sie Einblick in ihre spezifischen Arbeitsweisen und beantworteten zahlreiche Fragen des Publikums.

Unseren BFS Jour Fixe platzierten wir ebenfalls im Rahmen der setUP media.
Direkt vor unserem Treffen fand im selben Raum der BVK Jour Fixe statt, was uns die wunderbare Möglichkeit zum Austausch mit den Kollegen des Kameraverbands bot.

Der Kongress mit seinen drei inhaltlichen Säulen „Überleben als Filmschaffende“, „Kreativ-Masterclasses“ und „Technisches Know-How“ richtet sich vor allem an die Profis der Branche. Die Filmmesse möchte aber auch eine Brücke schlagen zu den Ausbildungsstätten, wo man gerade den ersten Schwerpunkt vergeblich sucht. BFS-Mitglied Stefan Weiß bereichert die setUP media seit Anbeginn mit seinen Vorträgen zu fairer Bezahlung und Verhandlungsstrategien.

Ein erstes Fazit nach zwei Jahren zeigt: bei Filmstudenten wie Etablierten stoßen die Themen auf Resonanz. Die gemeinsame Initiative der Verbände der Filmschaffenden schließt demnach eine Lücke zwischen Ausbildungsstätten und dem Fortbildungsbedarf der Branche. Ebenso ist der Einfluss auf die Bildungseinrichtungen des Landes unverkennbar. So wird es an der Filmakademie Baden-Württemberg ab 2020 erstmals eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe zum Thema Selbstständigkeit geben, bisher kein offizieller Bestandteil der Lehre.

Insgesamt war die Beteiligung des BFS an der Filmmesse erfolgreich. Wir konnten viele Interessierte mit unseren Themen erreichen. „Schnitt im Dokumentarfilm“ zählte sogar zu den am besten besuchten Veranstaltungen. Der Fachkongress für die Film- und Kreativindustrie findet jährlich im Dezember in den Innenstadtkinos Stuttgart statt, gemeinsam mit der „Filmschau Baden-Württemberg“, bei der auch die Baden-Württembergischen Filmpreise verliehen werden. Die setUP media wird finanziell unterstützt vom FVSW Filmverband Südwest, der Film Commission Region Stuttgart, der MFG Filmförderung, Film Commission Region Neckar-Alb und der AG DOK.