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"Es gab ein tolles Grundvertrauen" - Gespräch mit Editorin Ana de Mier y Ortuño, nominiert für den Deutschen Filmpreis 2019

Ana de Mier y Ortuño – Foto © Andrew Arnold

|   Magazin

Das Gespräch führte Dietmar Kraus; es fand am 13. April 2019 in Berlin statt.
Transkription: Joana Weber. Siehe auch: Filmografie von Ana de Mier y Ortuño

 

Liebe Ana, gratuliere! Du erlebst gerade eine richtig erfolgreiche Zeit: Gleich drei Spielfilme an denen Du mitgewirkt hast, waren 2019 für den Deutschen Filmpreis vornominiert. Zwei haben es in die Endrunde geschafft – und von denen ist Das schönste Mädchen der Welt nicht nur als »Bester Spielfilm« nominiert, sondern Du persönlich auch für den »Besten Schnitt«. Wie fühlt sich das alles gerade an?

Sehr verrückt, sehr surreal! Das ist der erste Preis, für den ich überhaupt nominiert bin, und dann gleich der Deutsche Filmpreis... Ich bin wahnsinnig aufgeregt und freue mich natürlich riesig!

Zu Deinen Filmen kommen wir noch, aber erst mal möchte ich ganz vorne anfangen: Geboren bist Du 1981 in Granada, Spanien. Was hat Dich nach München geführt?

Wir sind nach München gezogen, als ich 5 Jahre alt war. Meine Mutter ist Spanierin und mein Vater ist halb Kolumbianer, halb Deutscher. Er ist in Kolumbien geboren, aber genau wie ich mit 5 Jahren nach München gekommen, weil seine Mutter Münchnerin ist. Meine Eltern haben sich sehr jung in Spanien kennengelernt. Er zog zunächst dort hin, ich bin auf die Welt gekommen, doch später wollten sie nach München zurück, damit mein Vater sein Studium beenden konnte. Da sind wir dann geblieben.

In München hast Du dann auch Dein Abitur gemacht und studiert.

Ja, aber über Umwege. Ich habe mit 15 angefangen, sehr intensiv zu tanzen: Jazz, Hip-Hop und Breakdance. Dadurch habe ich die Schule total vernachlässigt. Erst über eine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin für Englisch und Spanisch, mit anschließender Berufsoberschule, konnte ich das Abitur nachholen. Das war mir dann doch sehr wichtig. Ich wusste eigentlich gar nicht, was ich machen möchte. Aber ich wollte mir zumindest alle Wege offen halten.

War denn das Tanzen auch mal ein potentieller Berufswunsch?

Ja, war es tatsächlich. Ich liebe es, ich tanze nach wie vor gerne, ich habe auch lange Tanzunterricht gegeben. Aber irgendwann habe ich beschlossen, dass ich damit nicht mein Geld verdienen möchte. Weil es einfach ein wahnsinnig hartes Business ist und ich meiner Meinung nach auch nicht gut genug bin.

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