Die Lage bei der deutschen Filmförderung sorgt erneut für Unruhe in der Branche. Die Mittel des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und des German Motion Picture Fund (GMPF) sind aufgrund der hohen Nachfrage für 2026 bereits nahezu ausgeschöpft. Die Filmförderungsanstalt FFA hat deshalb die Anforderungen für neue Förderanträge verschärft.
Besonders kritisch sehen Produktionsallianz, AG DOK, Deutsche Filmakademie und PROG Producers of Germany die mangelnde Planbarkeit. Erst im Mai war eine Erhöhung der Filmförderung auf 250 Millionen Euro angekündigt worden – für 2027 sind nach aktuellem Stand jedoch nur noch 200 Millionen Euro vorgesehen. Gleichzeitig sind weitere Bausteine der geplanten Förderreform, darunter das Steueranreizmodell, bislang nicht umgesetzt.
Die Verbände warnen vor unmittelbaren Folgen für Produktionen, Unternehmen und Beschäftigte. Filmprojekte lassen sich nicht beliebig verschieben – und ausbleibende oder verzögerte Produktionen wirken sich letztlich auf die gesamte Produktionskette und damit auch auf die Beschäftigung von Editorinnen und Schnittassistentinnen aus.
Die Branchenverbände fordern deshalb verlässliche Rahmenbedingungen, mehr Transparenz und eine langfristige Perspektive für den Filmstandort Deutschland.
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