Ein Jahr im Mentorenprogramm beim BFS war weit mehr, als Sebastian nur beim Schnitt über die Schulter zu schauen. Es war ein intensiver kreativer Austausch – über Szenen, Emotionen, Rhythmus, über das, was ein Film erzählen will und wie er es erzählt. Wir haben uns durch Schnittfassungen gearbeitet, Version für Version, und dabei unzählige Gespräche geführt: über Entscheidungen, über Wirkung, über das, was bleibt. Gleichzeitig war es sehr wertvolles Feedback und Anregungen für meine eigenen aktuellen Projekte zu bekommen oder Sebastians diplomatische Kommunikation im Schnittprozess zu verfolgen und seine klare Art zu erleben. Ich habe viele seiner Filme angeschaut, sie mit ihm analysiert und über Schnittentscheidungen gesprochen. Wir waren zusammen auf dem Münchener Filmfest, haben dort zusammen einige Filme geschaut, diese analysiert, andere Metor:innen und Mentees kennengelernt. Durch Sebastians Anregungen habe ich Bücher gefunden, die meinen Blick auf Dramaturgie und Storytelling erweitert haben. Ein Jahr Mentorenprogramm ist eine sehr wertvolle und intensive Zeit, die hoffentlich über die nächsten Jahre bleibt.